Oxidbilanz
Oxide aus den Zutatenmassen, R₂O- und RO-Summen, Schmelzverlust und SO₃-Budget, mit Live-Vorschau beim Bearbeiten.
Gemengeberechnung · W-Make Recipe
Um ein Glasrezept zu berechnen, rechnet man die gewünschte Oxidzusammensetzung über die Analysen der Rohstoffe in Einwaagen um. Glühverlust, Feuchte und Scherben müssen dabei mitgerechnet werden. W-Make Recipe übernimmt diese Rechnung und hält jede Rezeptversion fest.
Während man die Einwaagen ändert, rechnet die Vorschau Kosten, Redox, Arbeitspunkt und Oxidbilanz mit. Das Ergebnis geht als Druck, PDF oder Excel weiter.

Man trägt das Oxid-Zielprofil ein und wählt die verfügbaren Rohstoffe aus. Der Solver schlägt passende Mengen vor. Je Oxid und Rohstoff lassen sich Grenzen setzen.

Arbeitspunkt, Transformationstemperatur, Liquidus, Viskositätspunkte, Dichte und Beständigkeit stehen neben dem Rezept. Geschätzte Werte sind als solche gekennzeichnet.

Ein eigener Bereich zeigt den berechneten Redox-Zustand, die Farbvorhersage, die Redox-Temperaturkurve und das Läuterungsfenster. Die Modelle sind jeweils benannt.

Jedes Speichern erzeugt eine Version. Im Vergleich stehen Einwaagen, Oxide und Physik nebeneinander, Abweichungen sind markiert.

Ausgangspunkt ist die Zusammensetzung des Glases in Oxiden, also zum Beispiel SiO₂, Na₂O und CaO. Jedes Oxid muss aus einem Rohstoff kommen. Soda liefert Na₂O, Kalk liefert CaO, und beide geben beim Schmelzen CO₂ ab. Deshalb wiegt das Gemenge mehr als das Glas, das daraus entsteht. Diesen Massenverlust nennt man Glühverlust.
Gesucht sind die Einwaagen für 72 kg SiO₂, 13 kg Na₂O und 11 kg CaO, also 96 kg Oxide. Die Rohstoffe sind hier als rein und trocken angenommen.
| Rohstoff | liefert | Oxidanteil im Rohstoff | Einwaage |
|---|---|---|---|
| Quarzsand (SiO₂) | 72 kg SiO₂ | 100 % | 72,0 kg |
| Soda (Na₂CO₃) | 13 kg Na₂O | 58,5 % | 22,2 kg |
| Kalk (CaCO₃) | 11 kg CaO | 56,0 % | 19,6 kg |
| Summe | 96 kg Oxide | 113,9 kg |
Aus 113,9 kg Gemenge entstehen 96 kg Glas, die übrigen 17,9 kg entweichen als CO₂.
Echte Rohstoffe liefern mehrere Oxide. Dolomit bringt CaO und MgO, Feldspat Al₂O₃ und Alkalien. Ändert sich eine Menge, verschiebt sich die Bilanz an mehreren Stellen.
Jede Lieferung kann etwas anders zusammengesetzt sein. Die Rechnung ist nur so gut wie die Analyse, auf der sie beruht.
An der Waage zählt das Gewicht einschließlich Feuchte, in der Glasrechnung die Trockenmasse.
Scherben bringen eigene Oxide mit und haben keinen nennenswerten Glühverlust. Ein hoher Scherbenanteil verändert daher die Einwaagen aller anderen Rohstoffe.
Oxide aus den Zutatenmassen, R₂O- und RO-Summen, Schmelzverlust und SO₃-Budget, mit Live-Vorschau beim Bearbeiten.
Aus einem Oxid-Zielprofil und den verfügbaren Rohstoffen schlägt ein Solver (NNLS) die Mengen vor. Toleranzen sind je Oxid einstellbar.
T2, T4, Tg und Liquidus nach Lakatos, Viskositätskurve nach Vogel-Fulcher-Tammann und eine Vergleichskurve nach Fluegel.
Redox nach Dietzel, hydrolytische Klasse nach Vogel, Säurebeständigkeit nach DIN 12116 und eine Plausibilitätsprüfung gegen ein Behälterglas-Sollprofil.
Jedes Speichern erzeugt eine Version. Mehrere Versionen lassen sich mit Zutaten, Oxiden und Physik nebeneinander vergleichen.
Druck, PDF und Excel, mit Oxidtabelle im Ist-Soll-Vergleich. Abweichungen über 1 % werden rot markiert.
Berechnete Eigenschaften sind Modellwerte aus veröffentlichten Regressionen. Sie helfen beim Vergleich von Rezepten, ersetzen aber keine Laboranalyse und keinen Versuch an der Wanne. W-Make Recipe ist auf Behälterglas ausgerichtet.
Man legt die gewünschte Oxidzusammensetzung fest und teilt jede Oxidmenge durch den Anteil dieses Oxids im Rohstoff. Das ergibt die Einwaage. Bei Rohstoffen, die mehrere Oxide liefern, ergibt sich daraus ein Gleichungssystem, das Software schneller und sicherer löst.
Der Glühverlust ist der Massenanteil, der beim Schmelzen als Gas entweicht, vor allem CO₂ aus Soda, Kalk und Dolomit. Deshalb wiegt das Gemenge mehr als das daraus entstehende Glas.
Scherben werden wie ein Rohstoff mit eigener Oxidanalyse gerechnet. In W-Make Recipe bilden sie neben Zukauf und Eigenmaterial eine eigene Rohstoffgruppe.
Ja. Sie geben das Oxid-Zielprofil und die verfügbaren Rohstoffe vor, und der Solver schlägt die Mengen vor. Das Ergebnis können Sie danach von Hand anpassen und als Version speichern.
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